Drei Tage Schwarzwald mit dem Free Teuto Chapter
- Gitta Schwab

- 19. Juli
- 4 Min. Lesezeit
Gitta S. 19.07.2026: Im letzten Jahr auf dem UFC23-Presi-Treffen im Fichtelgebirge sprach uns Volker, der President des UFC23 „Free Teuto Chapters“, darauf an, dass die Freunde im Sommer eine Mehrtagestour in den Schwarzwald planen.
Sofort war der Gedanke geboren, dass sich unsere Chapter dort für eine gemeinsame Tour treffen könnten.
Im Januar wurden dann Nägel mit Köpfen gemacht und die Idee konkretisiert.
Da mit deutlich mehr als 15 Teilnehmern zu rechnen war, wurde schnell klar, dass wir in zwei nahen beieinanderliegenden Unterkünften buchen werden.

So durften die Freunde bereits die ganze Woche den Schwarzwald und seine tollen Straßen genießen, während von unserer Seite der Plan war, die Anfahrt nach St. Märgen am Freitag in eine vollwertige Tagestour zu verwandeln.
Stets mit einem Blick auf das Regenradar wurde die Route so um den Bodensee herum gewählt, dass die Regenwahrscheinlichkeit gegen Null tendierte. Wie gewohnt zirkelte 😉 uns Thomas um die meisten größeren Ortschaften herum, sodass man den Eindruck bekam, diese würden gar nicht existieren. Dafür wurden wir immer wieder mit Ausblicken überrascht, die einige von uns so noch nie gesehen hatten.

Am Abend trafen wir uns wie verabredet in der Unterkunft unserer Free-Teuto-Freunde, das Sonne-Neuhäusle, zu einem gemeinsamen Kennenlern-Abendessen.
Sogleich wurden die Gruppen ordentlich durchmischt, und immer wieder wurde mit Freude angestoßen.
Es ist schön zu erleben, wie schnell und unkompliziert Kontakte und Freundschaften entstehen, wenn man auf derselben Wellenlänge liegt und das gemeinsame Patch „United Free 23“, das wir tragen, mehr bedeutet als nur ein weiterer Aufnäher auf der Weste.
So wurde es recht spät an diesem Abend. Der nächtliche Fußmarsch von drei Kilometern durch den Wald blieb uns jedoch erspart, nachdem sich glücklicherweise eine sehr freundliche Bedienung bereit erklärte, uns zu später Stunde noch zu chauffieren.

Für den Samstag hatte unser RC Thomas eine „kurze“, aber anspruchsvolle 250-km-Tagestour in den Südschwarzwald geplant. Noch in der Nacht wurde die Tour auf die kleinsten Tankinhalte abgestimmt. Pünktlich holten wir die Freunde am Morgen im Neuhäusle ab, sodass wir um 9:00 Uhr mit 16 Maschinen und 17 Personen an den Start gehen konnten.

Schon vor unserer ersten Pause am Wiedener Eck hatten wir drei Passknacker-Höhen hinter uns gebracht. Dies war der Auftakt für zehn weitere Schwarzwaldpässe bis zu unserer Mittagseinkehr im Hirschen in Holl. Straßentechnisch war, bis auf reine Schottersträßchen, alles dabei, was man sich wünschen konnte: von der unglaublich breiten Feldbergstraße bis hin zur anspruchsvoll schmalen Straße zwischen Schönenberg und Wildböllen mit stellenweise deutlich unter zwei Metern Fahrbahnbreite.

Nach einer genüsslichen Stärkung durch Manu, unsere Hirschen-Wirtin, ging es weiter in den Süden.
Durch das herrliche Ibachtal, mit einer Kurzpause am Alpenblick in Rotzingen und weiter ins Albtal, dessen herrliche Kurven scharfkantige Felsen statt moderner Leitplanken den Weg säumten.

Dann erwies sich der Blick auf das Regenradar als sehr aufschlussreich. Der Plan, über Höchenschwand der Rothaus-Brauerei einen Besuch abzustatten, wurde dankenswerterweise verworfen und die weitere Route spontan auf Gewitterumgehung umgestellt. Dennoch musste nicht auf die obligatorische Kaffeeeinkehr verzichtet werden, denn der Klosterweiherhof konnte exakt vor der heranziehenden Regenfront angesteuert werden.
Auf breiten, schnellen Straßen über St. Blasien, Äule und das Bärental gelang der Trick, über das Jostal vollkommen trocken und lediglich eine halbe Stunde später als geplant wieder in der Unterkunft anzukommen. Auf dem Tacho standen ca. 250 Kilometer mehr über immerhin 15 Schwarzwaldpässlein.
Dass es am Abend auch auf den Straßen feucht wurde, machte unseren Freunden gar nichts aus, denn sie waren für den Weg in unsere Unterkunft gut mit Autos ausgestattet, die am Sonntag die Anhänger wieder gen Norden ziehen durften.
Der Koch unseres Gasthofs „Zum Kreuz“ wurde für das wunderbare Essen ausgiebig gelobt. So wurde auch der zweite Abend in vollen Zügen genossen und die gelungene Tour gebührend gefeiert.

Das lebhafte Wettergeschehen am Rückfahrtssonntag wurde, typisch Thomas, nicht zum Anlass genommen, die schnellste Fluchtroute nach Hause zu wählen. Stattdessen genossen wir auch die Heimtour als vollwertigen Tourentag mit schönen Schwüngen, kurzen Pausen an der Linachtalsperre und der Fahrt durch das Amtenhauser Tal, das uns wie aus einer anderen Zeit gefallen erschien.
Über den Aussichtspunkt Witthoh ging die Fahrt zur Mittagseinkehr, die spontan von der Lochmühle an die Aachquelle verlegt wurde.
Kurz danach machten sich auch Bettina und Tino, unsere lieben Freunde aus dem Schwarzwald, wieder auf den Heimweg Richtung Sulgen.
Wie wettertechnisch zu erwarten war, erschien es angebracht, für den restlichen Weg den ursprünglichen Plan aufzugeben und den Gewitter-Slalom zu eröffnen. Der Gewitterzelle, die sich über dem östlichen Bodensee ausbreitete, konnte Thomas bis auf zehn Kilometer an unser Tourenziel ausweichen. Ab Wilhelmsdorf half alles nichts, dann war doch Regenbekleidung angesagt.
Eine halbe Stunde später Zuhause angekommen, schien bereits wieder die Sonne.
Mit herzlichem Dank und Grüßen an unsere Freunde vom Free-Teuto-Chapter, alle Mitfahrenden und unserem Photographer Alex für die wunderbaren drei Tage – es war einfach toll.
Eure Gitta
Unsere Freunde vom Free Teuto Chapter auf 8 Maschinen
Volker K., Matthias B., Markus S., Jürgen M., Klaus Dieter V., Ansonn T., Willi M. und Werner H.
Die Alpen Chapter-Teilnehmer auf 8 Maschinen
Unsere lieben Freunde Bettina W. & Tino W., Jörn Z. mit Alex O., Susanne M.K. & Rolf J., Siggi A., Thomas K. & Gitta S.
Unsere Routen und Hegau-Aussichten:
Kennenlernen und Charakterköpfe:
Unsere Ausfahrt in den Südschwarzwald 246km und 15 angefahrene Höhen
Unsere An- und Rückfahrt





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